Gedanke des Monats

Untertitel: 
September 2021
Heute ist der erste Tag der Zeit, die uns noch zum Leben bleibt.
Es ist der letzte Tag der Zeit, die wir bisher gelebt haben.
Lasst uns beides leben –
Den neuen Anfang und das Ende, frisch und unbefangen wie am Anfang,
und so bewußt, als stünden wir an unserem Ende.
Gottes Liebe wird bei uns sein in allem, was wir tun.


Beim Aufräumen fiel mir ein Handzettel „meines 1. Kirchentages“ in Nürnberg 1979 in die Hände. Darauf diese Worte.

Ich war 14 Jahre alt, frisch konfirmiert und stolz, nun auch auf dem Kirchentag zu sein. Irgendwie konnte ich jedoch mit diesen Worten nicht so viel anfangen, war ich doch eigentlich noch zu unbekümmert um an Vergangenem zu hängen und mich vor dem Zukünftigen zu fürchten.

Heute jedoch erwische ich mich immer wieder aufs Neue dabei, mich gerade davon beeinflussen zu lassen und deshalb nicht (bewußt) zu leben.

So verstehe ich nun auch das Wort Martin Luthers „Wir kommen nie aus der Traurigkeit heraus, wenn wir uns ständig den Puls fühlen“.

Denn: Es gibt nicht nur ein Leben nach dem Tode – es gibt ein Leben vor dem Tode!

Euer

Wd (Wolfdieter Protzer)

 
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